Bänkelsänger Willie
O Bänkelsänger Willie,
Du ziehst zum Jahrmarkt aus,
Du willst deine Geige verkaufen,
O Willie, bleibe zu Haus.
Doch wie man für die Geige
schon blankes Silber ihm reicht,
Da wird dem armen Willie
Das Auge von Thränenn flucht.
O Willie, verkauf’ deine Geige,
Verkauf’ mir die Geige fein,
O Willie, verkauf’ deine Geige
Und kauf’ dir en Schöppchen Wein.
Nein, nimmer verkauf’ ich die Geige,
Mich träfe zu harter Schlag,
Ich hatte mit meiner Geige
schon manchen glücklichen Tag!
Jüngst lugt’ ich in der Schenke,
Sie sassen um den Tisch,
Und obenan sass Willie,
Und sang und geigte frisch,
Sie lauschten seinem Tönen,
Wie glüthe jedes Gesicht,
O Bänkelsänger Willie,
Verkauf’ nicht deine Geige, nicht!