Das Hochlandmädchen
Nicht Damen tönt von hohen Rang,
Mein kunstlos ländlicher Gesang;
Mir bleibe fern so eitler Stern;
Gebt mir mein Hochlandmädchen!
In grünen Thales Schatten o,
Auf sonn’ger Haide Matten, o,
Da sitzt ich gern und singe gern,
Von meinem Hochlandmädchen!
Und wären jene Hügel mein,
Palast und Park in Prunk und Schein:
Ich liebte doch mein Mädchen,
noch, mein Hochlandmädchen!
In grünen Thales Schatten o,
Auf sonn’ger Haide Matten, o,
Preis’ ich der Welt die mir gefällt,
mein liebes Hochlandmädchen!
Mich haßt das Glück nur allzusehr;
Fort muß ich über Land und Meer:
Doch wo ich sei, ihr bleib’ ich treu,
Dem treuen Hochlandmädchen!
In grünen Thales Schatten o,
Auf sonn’ger Haide Matten, o,
Ja wo ich sei, ihr bleib’ ich treu,
Treu meinem Hochlandmädchen!
Und bin ich auch getrennt von ihr,
Den Schnur der Treue hält sie mir,
Ja nur an mich denkt inniglich,
Mein teures Hochlandmädachen!
In grünen Thales Schatten, o,
Auf sonn’ger Haide Matten, o,
Dort denkt an mich herzinniglich,
Mein teures Hochlandmädchen!
Sie hat mein Herz und meine Hand,
Geknüpft ist unser Seelenband,
Ich bleibe sein, du bleibest mein,
Mein teures Hochlandmädchen!
Lebt wohl, ihr grünen Schatten, o,
Lebt wohl, ihr sonn’gen Matten, o,
Im fernen Hain sing’ ich allein,
Von meinem Hochlandmädchen!