Huldigung
(Die Perlen meiner Seele)
Die Perlen meiner Seele
Haben keinen andern Sinn, du Süße,
Als daß ich sie hinstreue,
Hinstreue
Vor deine kleinen, launischen Füße.
(Jetzt und immer)
Solange meine Pulse schlagen,
Gehör ich dich. Wenn ich dereinst
Begraben bin, werd ich als Staub
Vom Grab her wirbeln und den Saum
Deines Gewandes küssen, voller Liebe.
(Ihre Kränkungen)
Du meinst mir Kränkendes zu sagen.
Du irrst dich. Deine Bitterkeiten
Gehn über Lippen, die so süß sind,
Daß alles, was mein Ohr erreicht,
Nur liebevolles Schmeicheln ist.
(Du und ich)
Niemals kommen wir zusammen, du und ich.
Was ich dir zu Liebe tu, verschmähst du.
Gram, den du mir zufügst, streif ich ab.
Schmück ich dich mit allen Kostbarkeiten,
Zürnst du mir. Und deine Zornesworte –
Lächelnd nehm ich sie wie einen Gruß der
[Gnade auf.
(Wunsch)
Ich möchte aus deinem Haar
Eine endlose Flechte winden,
Um mich hinzuschwinden von Stern zu Stern,
Um allen kreisenden Welten
Frohlockend
Deine Schönheit zu künden!